Den Garten zum Hobby machen: Die eigene Ernte einfahren und verarbeiten

Einmachgläser, selbst eingelegte Gurken und eingekochtes Obstkompott kennen die meisten noch von ihrer Großmutter. Doch jetzt kommt all dies wieder in Mode: Immer mehr Verbraucher bauen wieder selbst Obst und Gemüse an, freuen sich über die Ernte, die sie “einfahren” können, und verarbeiten die Früchte auch noch selbst.

Trend zum Gärtnern
Dieser Trend hat viele Gründe: Der eigene Garten als zweites Wohnzimmer, als Refugium zum Entspannen, erlebt derzeit ohnehin eine beachtliche Renaissance. Hinzu kommt der Wunsch nach gesunder, ausgewogener Ernährung, am besten mit Obst und Gemüse in Bio-Qualität. Bei der eigenen Ernte weiß man, woher sie kommt und wie die Früchte während des Wachstums behandelt wurden. So manch einer baut Obst und Gemüse auch im eigenen Garten an, um gegenüber den Preisen im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt so manchen Euro zu sparen. Und Spaß macht diese Beschäftigung obendrein – gerade Kinder lassen sich davon anstecken und sind oft mit Feuer und Flamme dabei.

Die eigene Ernte aus dem Garten
Für den Einstieg braucht es dazu keine großen Flächen: Schon ein paar frische Küchenkräuter, die man selbst zieht, oder einige Beerensträucher sind ein guter Anfang. Selbst auf dem Balkon lassen sich im Topf heute frische Tomaten ziehen. Ganz andere Möglichkeiten haben natürlich Gartenbesitzer, die eine kleine Parzelle für Obst und Gemüse abtrennen können. Dazu gesellen sich gerne einige Obstbäume, die jede Rasenfläche schmücken, die sonst etwas steril wirken könnte.

Obst und Gemüse konservieren
Doch wohin mit dem ganzen Obst und Gemüse, wenn die Ernte so üppig ausfällt, dass man gar nicht alles selbst verzehren kann und wenn auch Freunde und Verwandte bereits versorgt sind? Der Gefrierschrank ist für viele Obstarten durchaus eine praktikable Lösung. Noch genussreicher ist es, eigene Marmelade zu kochen und dabei neue, raffinierte Rezepte auszuprobieren. Die herzhafte Variante dazu sind Chutneys, also Soßen zum Beispiel auf Tomatenbasis, die sich wunderbar für den nächsten Grillabend oder zum Würzen eines saftigen Bratens eignen.

Einkochen wie bei Großmutter
Und last but not least kommt auch besagter Einkochtopf der Großmutter wieder ins Spiel. Vielleicht ist das Zubehör dafür ja sogar noch bei den Großeltern oder im eigenen Keller vorhanden. Viel braucht es jedenfalls nicht dazu, um Obst und Gemüse einzukochen und somit für viele Monate zu konservieren. Man benötigt den entsprechenden Einkochtopf sowie Einkochgläser samt der dazu passenden Gummidichtungen und Drahtbügel.

Über viele Monate haltbar
Wichtig sind dabei Hygiene und Sterilität: Die Gläser sollten natürlich gründlich gesäubert sein, bevor man sie verschließt und in den Topf gibt. Im Wasserbad des Topfes oder alternativ auch im Backofen wird das Einmachgut nun langsam erhitzt – solange, bis Obst und Gemüse sterilisiert sind. In einem Wasserbad sollten Sie dafür etwa eine halbe Stunde einkalkulieren. Danach die Gläser ebenso behutsam abkühlen lassen, die Drahtbügel abnehmen und diese gleich für die nächste Einkochrunde nutzen. Durch den Unterdruck nach dem Einkochen sitzen Deckel und Dichtung auch ohne Bügel fest und sicher. Die Dichtung verhindert dabei, dass Luft in das Glas eindringt – so halten sich Obst und Gemüse über mehrere Monate und können im Vorratsschrank oder im Keller ruhen.

Fazit: Die eigene Obsternte genießen
Auch im Winter selbst geerntetes Obst genießen – die traditionelle und heute wieder beliebte Technik des Einkochens macht es möglich. Wir wünschen guten Appetit!

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