Den Garten fit machen für die kalte Jahreszeit

In diesen Herbsttagen nutzen Gartenbesitzer die Gelegenheit, um das grüne Wohnzimmer auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Denn wenn Sie sich auch im nächsten Jahr wieder über eine üppige Blütenpracht, einen dichten Rasen und kräftig wachsende Pflanzen freuen wollen, gibt es noch alle Hände voll zu tun:

Sträucher und Bäume:
Mit noch milden Temperaturen und zumeist ausreichend Regen ist der Herbst die beste Jahreszeit, um Bäume und Sträucher zu pflanzen. Die Pflanzen haben zwar das Wachstum über der Erde eingestellt, doch unterirdisch geht es auch, wenn es kälter wird, noch lange weiter. Das ermöglicht es Bäumen und Sträuchern, im neuen Boden gut zu durchwurzeln, um im nächsten Frühjahr prächtig zu wachsen. Außerdem ist jetzt die Zeit gekommen, um Hecken und Gehölze wie Pappeln, Birken, Ahorn oder Obstbäume zurückzuschneiden, damit ihnen mehr Kraft für das Überwintern bleibt und sie im Frühjahr umso üppiger neu austreiben können. Achten Sie aber darauf, wo Sie die Gartenschere ansetzen: Während die meisten Hecken einen ordentlichen Rückschnitt vertragen, sollten Sie an Bäumen und Sträuchern nur
– abgestorbene Zweige und Äste
– dünne Äste in der Nähe des Stammes
– kranke Pflanzenteile
– und alle Wassertriebe, also alle Äste die senkrecht nach oben wachsen, entfernen.

Den Rasen noch einmal mähen
Der Rasen braucht vor Einbruch des Winters auf jeden Fall noch einen letzten Schnitt. Dabei dürfen Sie die Messer gerne so einstellen, dass das Gras ganz kurz abgemäht wird. Solange noch Laub fällt, sollten Sie den Rasen regelmäßig von Blättern befreien, weil es unter dem Laub sonst zu Schimmel kommen kann, der dem Rasen schadet. Wenn nötig, können Sie kahle Stellen bei milden Temperaturen auch noch bis in den November hinein nachsäen. Später macht es keinen Sinn mehr, weil dann keine Keimung mehr stattfinden kann. Der Herbst ist aber auch die ideale Jahreszeit, um den Rasen zu düngen. Das lässt ihn den Frost besser überstehen und verhilft ihm im Frühjahr zu einem stärkeren Wachstum. Tipp: Wenn Ihr Rasenmäher eine Wartung oder Überholung braucht, ist die mähfreie Zeit die beste Gelegenheit dafür.

Rosen pflanzen und beschneiden
Um ein gesundes und kräftiges Wachstum im nächsten Frühjahr zu fördern, sollten Sie jetzt auch Ihre Rosen zurückschneiden. Dabei gilt die Faustregel, die Triebe immer bis über das vierte Auge zurückzuschneiden. Benutzen Sie am besten eine spezielle Rosenschere, um ein Ausbluten der Pflanze zu verhindern. Ähnlich wie bei Sträuchern und Büschen ist auch für Rosen der Herbst die günstigste Pflanzzeit.

Jetzt Zwiebeln stecken
Wer sich nach einem langen Winter an den bunten Blüten der Frühblüher erfreuen möchte, muss jetzt im Herbst die Zwiebeln in den Boden stecken. Tulpen, Hyazinthen und Narzissen können Sie – solange die Erde nicht gefroren ist – bis weit in den November hinein stecken. Achten Sie auf einen lockeren und durchlässigen Boden, weil die Zwiebeln in Staunässe leicht faulen können. Die Blumenzwiebeln werden in kleinen Gruppen etwa doppelt so tief in die Erde eingesetzt wie sie hoch sind.

Ab ins Winterquartier
Mit dem ersten Frost ist auch die Gartensaison für die meisten Kübelpflanzen vorbei. Exotische, immergrüne Arten, wie etwa Lorbeer, Oleander, Dattelpalmen und Zitruspflanzen wollen auch im Winterquartier nicht zu dunkel stehen und deshalb in der kalten Jahreszeit in den Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder einen Kellerraum mit Fenster umziehen. Kübelpflanzen, die ihr Laub abwerfen, wie beispielsweise Fuchsie oder Engelstrompete, können dagegen auch ganz ohne Licht überwintern, wenn sichergestellt ist, dass die Temperatur konstant bei knapp über Null Grad liegt.

Küchenkräuter sicher überwintern
Bei Kräutern unterscheidet man zwischen ein- und mehrjährigen Pflanzen. Die Einjährigen – wie Dill, Basilikum oder Kapuzinerkresse – überstehen unsere Winter nicht und müssen im nächsten Frühjahr neu gesät werden. Bei den mehrjährigen Kräutern haben wir heimische Arten – wie Thymian, Schnittlauch und Petersilie – und mediterranen Pflanzen – wie Salbei, Thymian oder Lavendel -, die nicht zwingend ins Haus geholt werden müssen. In Regionen mit milden Wintern überstehen sogar die Mittelmeer-Kräuter die kalte Jahreszeit im Freien. Dazu sollten Sie sie aber gut mit Tannenzweigen oder Stroh abgedeckt werden.

Wasserleitungen vor Frost schützen
Geplatzte Wasserleitungen sind ein großes Ärgernis. Vergessen Sie also nicht, das Wasser abzustellen und abzulassen. Auch die Regentonnen müssen geleert werden, damit sie bei Frost nicht platzen. Denken Sie auch daran, das Wasser von Springbrunnen und Wasserspielen abzulassen und die Pumpen trocken zu lagern.

Gartenmöbel überwintern
Frost und Feuchtigkeit machen auch den Gartenmöbeln zu schaffen. Während es ausreicht, Kunststoffstühle und -tische mit Planen abzudecken, sollten Sie Holzmöbel besser im Keller, im Schuppen oder in der Garage überwintern. Wenn Sie lange Freude an Ihren Holzmöbeln haben wollen, sollten Sie sich zudem noch ein wenig Zeit für deren Pflege nehmen.

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